Dem Westen reicht es irgendwann
Ostdeutsche Dauerempörung vor den Wahlen: Dem Westen reicht es irgendwann – ein Kommentar
Dem Westen reicht es irgendwann
In den alten Ländern wächst angesichts einer möglichen AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt der Unmut. Setzt der Osten durch das Bespielen einer „Ostidentität“ die Erfolgsgeschichte Bundesrepublik aufs Spiel?
In der gesamtdeutschen Berichterstattung ist Ostdeutschland in diesem Spätsommer 2026 so dominierend wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Das hat vor allem mit zwei Landtagswahlen zu tun, die das Potenzial haben, die 77-jährige Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik ordentlich durchzuschütteln – und schlimmstenfalls aus den Angeln zu hebeln.
Erstmals seit 1945 könnte eine in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei in Deutschland wieder in Regierungsverantwortung kommen. Ostdeutschland – der Bevölkerungszahl nach kleiner als Bayern und bei der Wirtschaftskraft (ohne Berlin) nur etwas mehr als halb so stark wie Nordrhein-Westfalen – treibt diese Bundesrepublik thematisch vor sich her.
Der Osten leidet. Aber woran eigentlich? Erst an Merkels Politik, heute an Merz, an unkontrollierter Migration, an West-Dominanz, an vermeintlich woken Irrungen? Am........
