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Diese drei Maßnahmen braucht es, um von einer echten Gesundheitsreform zu sprechen

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26.05.2026

Nachdem seit Monaten über eine umfassende Reform des Gesundheitssystems verhandelt wird, wollen Bundesregierung und Länder im Juni erste Ergebnisse präsentieren. Was bisher durchgesickert ist, lässt nicht auf fundamentale strukturelle Änderungen schließen – diese braucht es aber, um anhaltende Probleme wie etwa lange Wartezeiten auf Termine in Ordinationen und auf Operationen in Spitälern zu lösen. Insbesondere drei Maßnahmen könnten Druck aus diesem Kessel nehmen.

Die erste betrifft verpflichtende Vorgaben zur Lenkung der Patientenströme, um die unter einem eklatanten Personalmangel leidenden Spitäler zu entlasten – zum einen durch eine Ambulanzgebühr in Form eines Selbstbehalts von 20 bis 30 Prozent der anfallenden Kosten, sofern kein eindeutiger, nach konkreten Kriterien zu definierender Notfall vorliegt; zum anderen durch eine haus- oder fachärztliche Überweisung als Bedingung für den Besuch einer Spitalsambulanz. Jeweils mit dem Ziel, Patienten dazu zu bewegen, zunächst niedergelassene Ärzte aufzusuchen, bevor sie die hoch spezialisierte und somit teurere Infrastruktur eines Spitals in Anspruch nehmen. Ein Gesundheitssystem ohne Gatekeeper, also ohne Türstehermechanismen, ist angesichts einer älter und kränker werdenden Bevölkerung nicht mehr........

© Die Presse