Obsorge für Flüchtlingskinder braucht Regelung
Die Art, wie in Österreich der Diskurs geführt wird, gebietet es, an den Anfang dieses Textes eine Klarstellung zu stellen: Die Frage nach der Obsorge für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, kurz UMF, ist ein völlig anderes Thema als jene nach dem Zuzug nach Österreich. Insofern ist es kein Widerspruch, gleichzeitig beides zu bejahen: Ja, der Stopp des Familiennachzuges ist (so er EU-rechtlich hält) eine gute Maßnahme und ja, die Obsorge für UMF gehört dringend besser geregelt. Jede Debatte über das Management der Situation im Inland mit den Worten „Die sollten gar nicht da sein“ zu beenden, verbessert die Lage vor Ort ja nicht, behindert vielmehr das Finden von Lösungen.
St. Pöltens Kampf gegen die Obsorge ab Tag eins
Denn, sollten sie nun da sein oder nicht, die Realität sieht so aus: In Österreich gibt es mehr als 1000 Kinder und Jugendliche, die alleine, also ohne Erziehungsberechtigte ins Land gekommen sind. Und:........
