„I surrender!“
„You tell me I’ve no need to wonder why. I just surrender.“
(David Sylvian)
Hamburg Sternschanze, mildes, sonniges Winterwetter.
Schon länger her.
Meine aktuelle Stimmung hingegen hält sich in gegenteiligen Gefilden auf.
Sich inmitten eines Krieges mit dem eigenen Körper befindend, den man lediglich selbst auszuführen hat, der Rest der Gesellschaft davon jedoch weder weiß, noch ihn sieht oder spürt.
Jeder von uns führt derlei Schlachten, ein jeder auf seine Art – mindestens einmal im Leben.
Schätze ich.
Nichts war im Lot.
Nichts war hell.
Alles quälte sich,
alles schälte sich unter Qualen heraus.
Ihr merkt es eventuell selbst,
einer dieser Augenblicke indem man peinlicherweise komplett in akkurat abgefucktem Selbstmitleid zu versinken droht.
Mit anderen Worten:
Es ist genau jener ausweglose Moment, in welchem man sich wünscht, überall zu sein,
jedoch n i c h t auf dieser Straße,
jedoch n i c h.t in irgendeiner Öffentlichkeit.
Ich überquere die Ampel von der Schanzenstraße direkt zum Vordereingang der S-Bahn mit dem Kiosk, wo dieser faszinierend charismatische, ältere Rastaman hinter der Kasse steht, wie ein Silberrücken.
Bremsen jaulen.
Reifen quietschen.
„Ey, bist du nicht Ulf? Ulf Kubanke?“
Eine Limousine kommt hollywoodreif neben mir zu stehen. Gerade 3 cm bevor es entweder den Fuß oder mich komplett erwischt.
Ja nun ..echte Maßarbeit.
ich peinlich dösig: „Ääh….jaa.“
Zeit gewinnen,
um die Personen mit meiner extrem agefu…. naja ihr kennt meine Augen… Optik zu erfassen, wer sich dort direkt vor mir befinde und so interessant überfällt.
Können dann ja immer zwei Sorten sein, oder?
Bislang war es bei mir, bis auf eine Ausnahme, stets jene Sorte, die mir am liebsten........
