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„Tante Enso“ für Nendorf: Die Bürgerinnen und Bürger haben es in der Hand

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20.02.2026

„Tante Enso“ für Nendorf: Die Bürgerinnen und Bürger haben es in der Hand

„Tante Enso“ für Nendorf: Die Bürgerinnen und Bürger haben es in der Hand

Unter den „geplanten Standorten“ für die nächsten „Tante-Enso“-Märkte steht auch Nendorf. Ob dort solch ein Mini-Supermarkt wirklich Sinn macht, fragt sich HARKE-Redakteurin Heidi Reckleben.

Nendorf. In Nendorf könnte ein „Tante Enso“-Supermarkt entstehen. Wenn mindestens 300 Personen Anteile reservieren und sich eine passende Immobilie findet, könnte es einen solchen Mini-Supermarkt in Nendorf geben. Die Frage, die sich stellt: Braucht Nendorf wirklich einen „Tante Enso“?

Zwischen zwei Grundzentren

Nendorf liegt zwischen Stolzenau und Uchte – beides Grundzentren mit üppigem Angebot im Lebensmittelbereich. Hinzukommt ein breites Angebot im Hofladen in Böthel.

Und: Einen Bäckerladen hat Nendorf ohnehin, einen Laden für Eisenwaren und Werkzeuge auch und einige Produkte, wie zum Beispiel Kartoffeln oder Eier, gibt es in kleinen Holzkästen am Straßenrand ebenfalls.

KostenpflichtigKommt in Nendorf ein „Tante Enso“-Markt?

Allerdings sollten die Nendorferinnen und Nendorfer und alle, die drumherum leben und wohnen, selbst entscheiden, ob sie einen solchen Mini-Supermarkt haben und künftig auch nutzen wollen. Denn allein mit dem Erwerb von Anteilen ist es eben nicht getan.

Auch ein „Tante Enso“-Markt braucht einen gewissen Umsatz, damit er leben kann. Das bedeutet auch, dass man dort nicht nur das einkauft, was man beim Wochenendeinkauf in Stolzenau, Uchte, Kirchdorf, Nienburg, Minden oder Petershagen vergessen hat.

Voraussetzungen anders

Auf dem Internetauftritt von „Tante Enso“ wird Nendorf als geplanter Standort genannt. In der Samtgemeinde Mittelweser wird zudem bereits ein solcher Markt geplant: Für Husum wurde ein Investor gefunden, der einen Neubau dafür errichten möchte. Die Voraussetzungen in Nendorf sind jedoch ganz andere. Dort gibt es im Ort und in der Nähe erreichbare Alternativen. – Ob die Nendorfer das anders sehen, wird sich zeigen.


© Die Harke