Comeback der Grusel-Comedy
Seine frühere Chefin lebt in Russland, er steht gerade vor Gericht: Ex-Außenamts-Generalsekretär Johannes Peterlik.
Im Prozess gegen Karin Kneissls ehemaligen Kabinettschef Johannes Peterlik werden Erinnerungen an einen historischen TV-Moment wach. Nämlich an das vollkommen surreal wirkende Interview mit den vom russischen Geheimdienst gedungenen Mördern Alexander Mischkin und Anatoli Tschepiga auf Russia Today. Die beiden waren zuvor vom Investigativjournalisten Christo Grozev als Urheber des Nowitschok-Mordanschlags auf Sergej Skripal in Salisbury entlarvt worden. Im RT-Interview erzählen sie unter falschem Namen und Verzicht auf jegliche schauspielerische Bemühung über die Kirchturmspitzenhöhe der Kathedrale und warum sie nur als Touristen in Salisbury gewesen seien. Großes Comedy-Gruselkino, das zeigt, wie nahe das abgrundtief Böse und das abgrundtief Blöde beinander liegen können.
