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Zollstreit zwischen den USA und Kanada: Mark Carney macht vor, wie man mit Trump umgehen muss

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Handelsstreit, gegenseitige Anschuldigungen, Gesprächsabbruch, Strafzölle, ein wütender Donald Trump – es wirkt, als hätte man diese Schlagworte vom Wochenende im vergangenen Jahr zigfach gelesen.

Das kommt nicht von ungefähr. In bemerkenswerter Regelmäßigkeit nutzt der US-Präsident die Zollpolitik seit Beginn seiner zweiten Amtszeit immer wieder als Waffe, um eigentlich befreundete Länder unter Druck zu setzen – und den Handel zugunsten Washingtons auszugestalten.

Dennoch lohnt es sich, auf den jüngsten Zollstreit zwischen Kanada und den USA zu blicken. Das liegt vorrangig an Mark Carney.

Denn wieder einmal ist es der kanadische Premier, der sich dem US-Präsidenten entgegenstellt. Wieder einmal zeigt er dem Rest der westlichen Mittelmächte, wie man mit der aggressiven Politik der USA umgeht. Wieder einmal schafft er es, die Interessen seines Landes zu wahren– und dabei seine Selbstachtung zu behalten. Das ist vorbildlich.

Tilman Schröter Tilman Schröter ist Redakteur im Ressort Internationale Politik. Er glaubt, dass Mark Carneys Klarheit und Souveränität das richtige Mittel gegen Donald Trumps erratisches Verhalten ist.

Am Wochenende ließ Carney die Zollgespräche zwischen den USA und Kanada platzen. Washington habe schlicht zu viel gefordert, sagte er am Samstag. Berichten zufolge soll die US-Regierung etwa verlangt haben, dass das Nachbarland die Freiheit aufgibt, eigenständig Handelsabkommen zu schließen.

Das kann kein........

© Der Tagesspiegel