Trans-Debatte in der WNBA: Enes Kanter Freedom wird vom Menschenrechtsaktivisten zum Troll
Lange bevor er die US-Staatsbürgerschaft annahm und sich den Nachnamen Freedom gab, war Enes Kanter bereits eine der umstrittensten Figuren im Basketball. Der gebürtige Türke liebt die große Inszenierung und das Rampenlicht. Aber er hatte stets etwas zu sagen.
Freedom, der ein bekennender Anhänger der Hizmet-Bewegung um Prediger Fethullah Gülen ist, kritisierte den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan für die Inhaftierung Tausender Oppositioneller und Journalisten nach dem Putschversuch 2016.
Später legte sich der NBA-Star wegen der Menschenrechtsverletzungen in Tibet und gegen die Uiguren mit China an. Für seinen Aktivismus zahlte er einen hohen Preis. Die Türkei entzog ihm die Staatsbürgerschaft, schrieb ihn zur Fahndung aus, nahm seine Familie ins Visier. Die NBA, die in China viele Milliarden Dollar verdient, machte ihn zur Persona non grata.
Ich möchte mich über niemanden lustig machen oder Gruppen sowie deren persönliche Entscheidungen respektlos behandeln.
Ich möchte mich über niemanden lustig machen oder Gruppen sowie deren persönliche Entscheidungen respektlos behandeln.
Außerhalb der Liga erhielt er viel Zuspruch, wurde 2022 sogar für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Aktuell kann man über Freedom allerdings nur noch den Kopf schütteln. Aus einem Aktivisten, der sich für die Menschenrechte verfolgter Gruppen einsetzt, ist ein Troll geworden, dessen Ziel in erster Linie Provokation ist.
Julian........
