Demokraten erobern den US-Kongress: Amerikas Wut auf Trump ist groß
Bei den Kongresswahlen am Dienstag haben die Amerikaner den regierenden Republikanern eine schwere Schlappe zugefügt – und Präsident Donald Trump eine kräftige Backpfeife, ja, eine Abrechnung verpasst.
Selten hat man die Demokraten so gut gelaunt erlebt wie in der Nacht auf Mittwoch. Die Wähler haben der lange verzagten Oppositionspartei eine unerwartete blaue Welle beschert.
Mit ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus vollzieht sich ein Stück amerikanische Normalität. Dieser Sieg war gewissermaßen eingepreist. Es ist fast üblich, dass die Partei des Präsidenten in der Mitte von dessen Amtszeit die Kontrolle des Hauses verliert. So war es auch 2018, in der Mitte von Trumps erster Amtszeit. Damals wie heute zeigt sich: Die Amerikaner wählen volatil.
Daniel Friedrich Sturm ist Politischer Chefkorrepondent. Er sagt: Wer hofft, mit dem neuen Kongress werde in den USA ein Politikwechsel möglich, dürfte enttäuscht werden.
Die eigentliche Überraschung des 3. November ist der Durchmarsch der Demokraten im künftigen Senat. Hier holten sie mindestens eine solide Mehrheit. Dass die Demokraten selbst den Senatssitz aus dem konservativen Kansas – erstmals seit 1932 – eroberten, zeigt die Gewalt jener blauen Welle.
© AFP/Ronaldo Schemidt
Diverse demokratische Siege bei Gouverneurswahlen, unter anderem in Georgia und Texas, sind für die Republikaner geradezu........
