Überall nur „Flachzangen“?: Zur Ehrenrettung eines zwar bedingt einsetzbaren, aber zuverlässigen Werkzeugs
Jugendwort des Jahres – kennen wir. Aber dass es jetzt auch ein Politikerwort des Jahres gibt? So wie sämtliche Menschen zwischen elf und 20 Jahren sich (und auch gern ihre nichts checkenden Eltern) als „Digga“ bezeichnen, wimmelt es im politischen Deutschland derzeit von „Flachzangen“.
Zuletzt beschimpfte Linken-Chef Luigi Pantisano sein AfD-Pendant Tino Chrupalla am Wahlabend in Sachsen-Anhalt als „größte Flachzange, die in Berlin rumläuft“. Zuvor titulierte AfD-Sunnyboy Ulrich Siegmund den Noch-Ministerpräsidenten Sven Schulze im TV-Duell als „Flachzange“ – „politisch, nicht menschlich“, wohlgemerkt. Und den Anfang machte AfD-Chefin Alice Weidel, die im ZDF-Sommerinterview sowohl Merz als auch Klingbeil gleich zwei Mal als „Flachzangen“ bezeichnete, von denen sie „nicht mehr angelogen werden“ wolle.
Ein ehrbares Gerät, verbal in den Dreck........
