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Wahl in Armenien: EU-Fans, schaut auf die Landkarte

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08.06.2026

Ein Blick auf die Landkarte genügt, um den Ausgang der Wahl in Armenien realpolitisch einzuordnen. Ja doch, da verschiebt sich etwas zuungunsten der Machtansprüche von Wladimir Putin auf den gesamten Einflussbereich der früheren Sowjetunion. Und zugunsten der Europäischen Union.

Aber nach den Kriterien der harten Machtpolitik ist der Einfluss Moskaus fast überall im Bereich der vor 35 Jahren untergegangenen UdSSR noch spürbar. Im Baltikum weniger: Estland, Lettland und Litauen sind heute Mitglieder der EU und der Nato. In der Ukraine ist er so stark, dass Putin es vor gut vier Jahren gewagt hat, einen Krieg zu beginnen.

Armenien ist eine Grauzone zwischen Russland und der EU. Ebenso wie Georgien und Moldawien. Oder die Ukraine. Oder, im schlimmsten Fall, sogar Estland, Lettland und Litauen.

Armenien ist eine Grauzone zwischen Russland und der EU. Ebenso wie Georgien und Moldawien. Oder die Ukraine. Oder, im schlimmsten Fall, sogar Estland, Lettland und Litauen.

Christoph von Marschall hat Osteruopäische Geschichte studiert und ist Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion. Er warnt und hofft: Falls Armenien einen Weg nach Europa findet, dann nur mit sehr viel Geduld.

Moldawien ist eine Warnung. Und im Kaukasus hat die EU Putins harter Machtpolitik kaum etwas entgegenzusetzen. Drei Tschetschenienkriege haben eine abschreckende........

© Der Tagesspiegel