Trumps Truppenabzug nach Iran-Streit: Merz verdirbt es sich mit allen
Friedrich Merz hatte klare Prioritäten. Das ist allerdings neun Wochen her. Ein Streit mit Donald Trump über den Iran-Krieg lohne nicht, analysierte der Kanzler damals. Ein gutes Arbeitsverhältnis habe Priorität. Jetzt riskiert Merz den offenen Bruch mit dem US-Präsidenten. Das ist bedenklich. Deutschland braucht ein Mindestmaß an Solidarität der USA wegen der Sicherheitslage an der Nato-Ostflanke. Ohne ihren Beistand kann sich Europa heute und in den nächsten Jahren nicht gegen die Bedrohung durch Wladimir Putins Russland behaupten.
Zu Beginn des Iran-Kriegs sah der Kanzler zudem eine weitgehende Übereinstimmung der deutschen Interessen mit denen der USA und Israels. Er sei erleichtert über das absehbare Ende des Mullah-Regimes, sagte er damals.
Schwerer Schaden für deutsche Interessen
Hat Merz diese klugen Abwägungen vergessen? Oder hat sich die Lage so fundamental verändert, dass sie nicht mehr gelten? Was hat ihn veranlasst, Trump so scharf zu kritisieren? „Die Amerikaner haben offensichtlich keine Strategie.“ Und: „Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung.“
Nun hat Trump den Abzug von tausenden US-Soldaten und höhere Strafzölle auf Autos aus Europa angekündigt, was vor allem die deutsche Industrie trifft. Noch schwerer........
