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Elif Eralp und ihre Angst vor Terrorsympathisanten: Eine schwerwiegende Offenbarung

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29.10.2026

Es ist eine Offenbarung. In vielerlei Hinsicht. Dass die Linke Elif Eralp Angst vor Terrorsympathisanten hat, die eine Nähe zur terroristischen Hamas pflegen, ist für sie persönlich schlimm, macht aber auch ein politisches Problem sichtbar.

Keine aktive Politikerin oder kein aktiver Politiker sollte Angst um sich und die eigene Familie haben, wenn sie oder er politische Ämter ausübt oder anstrebt. Eine Demokratie kann nur gelingen, wenn Menschen bereit sind, diese Verantwortung zu übernehmen.

Mit Kritik müssen sie leben, mit persönlichen Bedrohungen keinesfalls. Insofern kann man für Eralp Mitgefühl empfinden. Es ist auch ein Drama für sie, weil durch eine Panne etwas – richtigerweise – öffentlich wurde, was sie gerne verhindert hätte.

Christian Tretbar ist Chefredakteur des Tagesspiegels. Er sagt: Eralps Ängste offenbaren auch, wie tief das Problem bei der Linken sitzt.

Aber der Fall hat auch eine schwerwiegende politische Komponente. Denn viele Politikerinnen und Politiker kennen diese Bedrohungen, die unterschiedlich ausfallen. Die meisten aber bewerten die Verantwortung für das Amt höher als das eigene Empfinden.

Die Grenzen sind dabei natürlich individuell unterschiedlich. Nur hier will jemand das höchste Amt in Berlin, der deutschen Hauptstadt, übernehmen und offenbart eine Form der Erpressbarkeit gegenüber politischen Extremisten, die der eigenen........

© Der Tagesspiegel