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Optimierung | Roman „Gym“ von Verena Keßler: Weg mit dem Erdnussflipbauch

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Pumpen, posen, prahlen – wer schon einmal in einem Fitnessstudio war, kennt diesen Dreiklang. Im „Gym“ hat das testosterongesteuerte Heldentum noch ein letztes Refugium. Dass diese Einrichtung mit ihren Stereotypen, Riten und theatralen Gebärden bislang kaum Eingang in die Literatur gefunden hat, ist mehr als überraschend. Äußerst erfreulich ist daher, dass sich nun Verena Keßler dieses Soziotops angenommen hat. Passend dazu sind die Abschnitte ihres Romans Gym (Hanser, 192 S., 23 €) mit Trainingseinheiten überschrieben.

Je häufiger man sie wiederholt, desto mehr verändert sich der eigene Körper. Diese reizvolle Erfahrung macht auch die Ich-Erzählerin, die anfangs nur einen Job an der Shake-Theke annimmt, um über die Runden zu kommen. Doch binnen Kürze wird sie von den aufgepimpten Bodys angefixt. Nachdem sie von einer........

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