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Ausland kauft Ostdeutschlands Agrarflächen auf: Jetzt gibt es Kritik aus Brüssel

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27.01.2026

Die Übernahme der Deutschen Agrar Holding (DAH) durch den australischen Investor Igneo Infrastructure Partners sorgt weiterhin für Kritik. Mit dem Deal wechselten 2023 rund 20.000 Hektar Agrarfläche in Ostdeutschland den Besitzer.

Im Oktober 2025 warnte der Thüringer Landwirt Reiko Wöllert von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) im Gespräch mit der Berliner Zeitung vor einem Ausverkauf der deutschen Landwirtschaft – und warf der Politik Untätigkeit vor. Jetzt gibt es auch Bedenken auf EU-Ebene.

Wöllerts zentraler Kritikpunkt: Während bäuerliche Betriebe kaum noch Land kaufen oder finanzieren können, übernehmen internationale Investoren ganze Agrarunternehmen. Möglich werde das über sogenannte Share Deals. Dabei wechselten nicht die Äcker selbst den Besitzer, sondern Unternehmensanteile.

Behörden griffen nicht ein, Grunderwerbsteuer falle nicht an. Gleichzeitig profitierten die Betriebe weiterhin von EU-Agrarsubventionen.„Der Bund verweist auf die Länder, die Länder hingegen auf fehlende Kompetenzen“, sagte Wöllert.

Diese Kritik greift nun auch die EU-Ebene auf. Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin erklärte der EU-Agrarkommissar Christophe Hansen, Fördergelder müssten künftig gezielter........

© Berliner Zeitung