Steffen Baumgart: „Ich muss mit der Mannschaft kein Tacheles reden“
Draußen auf dem Parkplatz vor dem Stadion An der Alten Försterei sah man am Freitagnachmittag einen jungen Mann mit seinem Hund spazieren. T-Shirt, kurze Hose und ein Kaltgetränk in der Hand. Klarer Fall: Der Jahreszeitenwechsel ist in Berlin-Köpenick in vollem Gange. Ein Stimmungswechsel wird derweil bei den Fußballern des 1. FC Union Berlin dringend benötigt, kann aber schon am Sonntag (17.30 Uhr) mit einem Heimsieg gegen Werder Bremen eingeholt werden.
Im Presseraum des Stadions stellte sich Steffen Baumgart den Fragen der anwesenden Medienvertreter. Habe er nach der bitteren und durch eine ganz schlechte Leistung selbstverschuldeten Niederlage in Mönchengladbach (0:1) auf den Tisch hauen müssen? „Ich muss mit der Mannschaft kein Tacheles reden. Wir haben keine gute Leistung gezeigt und wollen die Dinge am Sonntag besser machen. Das haben wir ausführlich besprochen“, erklärte der Trainer.
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Vor allem die Leistung aus dem bislang letzten Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (1:0) mache Hoffnung, dass die Eisernen zum Abschluss des 25. Spieltags ihren fünften Dreier vor eigenem Publikum feiern dürften. Und sich mit dann 31 Punkten wohl wirklich aus dem Abstiegskampf verabschieden. Demgegenüber steht ein Kontrahent, der aus Baumgarts Sicht in der jüngeren Vergangenheit nicht wie eine Mannschaft gespielt hat, die im Klassement auf Rang 16 steht.
„Sie werden nach dem Sieg gegen Heidenheim mit einer großen Euphorie hierherkommen. Es ist eine Mannschaft, die es immer wieder über den spielerischen Ansatz probiert, auch in den Partien, die sie verloren haben, 15 oder 16 mal aufs Tor geschossen hat“, referierte Baumgart, der sich auch auf das Wiedersehen mit Kumpel Daniel Thioune freut.
Ein Trainerkollege, mit dem er „nicht 25 mal telefonieren“ müssen, um zu wissen, dass eine Verbindung da sei. „Ich habe ihm zu seinem Job in Bremen gratuliert. Es freut mich, dass er jetzt auch in der Bundesliga angekommen ist“, so Baumgart.
