Minneapolis-Unruhen: Obama ruft Amerikaner zu zivilem Ungehorsam auf
Nach dem zweiten tödlichen Schusswaffeneinsatz durch US-Bundesbeamte in Minneapolis innerhalb von nur 17 Tagen wächst die Kritik an der von vielen Amerikanern als exzessiv und ungesetzlich empfundenen Polizeigewalt gegen Demonstranten und Immigranten.
In einem ungewöhnlichen Schritt riefen die früheren US-Präsidenten Barack Obama und Bill Clinton zum friedlichen Widerstand gegen den Missbrauch der staatlichen Gewalt auf. Obama und seine Ehefrau Michelle erklärten, der Vorfall sollte „ein Weckruf für jeden Amerikaner unabhängig von Parteizugehörigkeit sein, dass viele unserer zentralen Werte als Nation zunehmend angegriffen werden“. Im Bundesstaat Minnesota agierten seit Wochen „maskierte“ Beamte der Einwanderungsbehörde ICE und anderer Polizeibehörden mit „Straffreiheit“, kritisierten die Obamas.
Dabei verfolgten die Einheiten Taktiken, die offenbar darauf ausgelegt seien, Bürger „einzuschüchtern, zu schikanieren, zu provozieren und in Gefahr zu bringen“. Trump und Mitglieder seiner Regierung würden dabei offenbar versuchen, „die Situation zu eskalieren“. Obama rief alle US-Bürger dazu auf, sich an den „friedlichen Protesten in Minneapolis“ ein Beispiel zu nehmen.
Auch Bill Clinton rief die Bürger auf, sich zur Wehr zu setzen: „Es ist an all jenen von uns, die an das Versprechen der amerikanischen Demokratie glauben, aufzustehen und unsere Stimme zu erheben.“ Der Ex-Präsident warf zudem der Trump-Regierung vor, „uns anzulügen“. „Wenn wir unsere Freiheiten nach 250 Jahren aufgeben, könnte es sein, dass wir sie nie wieder zurückbekommen“, warnte Clinton.
Mann bei ICE-Einsatz in Minneapolis erschossen: Familie erhebt schwere Vorwürfe
25.01.2026
Beamte der Grenzschutzbehörde Border Patrol hatten am Sonnabend am Rande einer Abschiebe-Razzia in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota den 37-jährigen Krankenpfleger Alex Pretti erschossen. Das Heimatschutzministerium sprach von „Abwehrschüssen eines Bundesbeamten“, weil Pretti sich den Polizisten mit einer Pistole genähert und sich seiner Entwaffnung „gewaltsam widersetzt“ habe.
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