menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

USA kontra China: Der Panamakanal wird zum Schauplatz eines neuen kalten Krieges

14 0
13.04.2026

Dies ist ein Open-Source-Beitrag. Die Berliner Zeitung und die Ostdeutsche Allgemeine geben allen Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten.

Angesichts der zugespitzten Lage um die Straße von Hormus rücken maritime Knotenpunkte verstärkt in den Fokus der Berichterstattung. Insbesondere der Panamakanal, der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Er ist ein Dreh- und Angelpunkt des Welthandels. Im Jahr 2025 passierten mehr als 13.000 Schiffe den Handelsweg. Und sollte die Straße von Hormus infolge des Iran-Krieges weiterhin blockiert werden, dürfte die 82 Kilometer lange Wasserstraße weiter an Bedeutung gewinnen. Besonders für pazifische Staaten mit hohem Energiebedarf wird die Route dann zunehmend attraktiver.

Während die USA weiterhin die dominante Stellung bei den Durchfahrten einnehmen, baut die Volksrepublik China ihre Präsenz stetig aus. So wird Panama zunehmend zum Schauplatz eines geoökonomischen Kräftemessens zwischen Washington und Peking. Oder um es zuzuspitzen: Der Staat in Mittelamerika wird zum Schlachtfeld eines neuen kalten Krieges zwischen den USA und China, der allerdings nicht mit Waffen, sondern mit milliardenschweren Investitionen ausgetragen wird. Die Souveränität lateinamerikanischer Staaten scheint dabei keine Rolle zu spielen.

Panama weist Bestrebungen der USA zurück

Bereits in seiner Antrittsrede erklärte US-Präsident Donald Trump die Kontrolle über den Panamakanal zur zentralen Forderung Washingtons – mit dem Verweis auf einen wachsenden Einfluss der Volksrepublik China. US-Kriegsminister Pete Hegseth unterbreitete der Regierung in Panama-Stadt in der Folge einen Plan zur Stationierung von US-Truppen in unmittelbarer Nähe der Wasserstraße, um dem, wie es........

© Berliner Zeitung