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Russland-Sanktionen umgangen: Fast fünf Jahre Haft wegen Verkauf von Luxuskarossen

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18.02.2026

19 Sanktionspakete hat die Europäische Union mittlerweile gegen Russland verhängt. Im vierten und elften Paket wurden die Ausfuhrbestimmungen für Luxusgüter verschärft. Für Uhren, Schmuck – aber auch für Autos. Doch daran hat sich Evgeniya P., die in Süddeutschland als Autohändlerin gearbeitet hatte, nicht gehalten. Zwischen März 2022 und dem Frühjahr des vergangenen Jahres verkaufte sie 143 Nobelkarossen in die Russische Föderation – im Wert von rund 15 Millionen Euro.

Am Mittwoch bekam die 47-jährige Belarussin dafür die Quittung. Das Landgericht Berlin verurteilte sie wegen gewerbs- und bandenmäßigen Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz zu einer Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten.

Zudem ordnete Simon Trost, der Vorsitzende Richter, die Einziehung des Taterlöses in Höhe von knapp 15 Millionen Euro an. Die Staatsanwaltschaft hatte fünf Jahre, die Verteidigung viereinhalb Jahre Haft gefordert. Evgeniya P. nahm die Entscheidung ruhig entgegen. Es ist der bisher größte Fall von illegal nach Russland verkauften hochwertigen Autos, den es seit dem Embargo gibt.

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© Berliner Zeitung