So schön und frech illegal: Künstlerbücher aus DDR-Zeiten
Schon der Titel dieser besonderen Ausstellung besagt, dass alles, was da zu sehen ist, einmalig war: „Die Tage waren gezählt ...“ Das Brandenburgische Kunstmuseum im ehemaligen Dieselkraftwerk am Cottbuser Amtsteich hat ein Füllhorn ausgeschüttet: Lauter Samisdat-Kostbarkeiten: Künstlerbücher und Poster in winzigen Auflagen gedruckt, handabgezogene Grafiken, Fotos, Blätter, die Flugschriften ähneln. Dafür gab es zu DDR-Zeiten keine Druckgenehmigungen, das wurde so gewitzt wie raffiniert, so lustvoll wie trotzig illegal gemacht. Und bis 1989 heimlich von zivilcouragierten Cottbusern oder Frankfurt (Oder)-Museumsleuten den Brandenburgischen Kunstsammlungen einverleibt.
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