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EU kauft mehr russisches LNG – jetzt fordert der Eni-Chef, Sanktionen zu verschieben

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13.04.2026

Der Chef des italienischen Mineralöl- und Energiekonzerns Eni, Claudio Descalzi, fordert eine Aufhebung des geplanten EU-Importverbots für russisches Flüssigerdgas (LNG) ab 2027. Das berichtet die italienische Tageszeitung Corriere della Sera.„Ich halte es für notwendig, das am 1. Januar 2027 in Kraft tretende Verbot für 20 Milliarden Kubikmeter LNG aus Russland auszusetzen“, sagte Descalzi am Montag in einer Rede an der politischen Ausbildungsstätte der rechtskonservativen Partei Lega.

Energiekrise „das wichtigste Ereignis der letzten 40 Jahre“

Dieser Schritt sei notwendig, um die durch die Schließung der Straße von Hormus verursachte Energiekrise zu bewältigen, die laut Descalzi „das wichtigste Ereignis der letzten 40 Jahre“ ist. Rund 20 Prozent der global gehandelten Flüssigerdgas- und Ölmengen passieren täglich die Handelsstraße im Persischen Golf.

Seit Beginn des Krieges können große Teile dieser Mengen nicht geliefert werden. Aus Sicht von Descalzi sollte das EU-Importverbot für russisches Gas verschoben werden, um das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage in Europa nicht weiter zu verschärfen.

Trotz Verbot ab 2027: Europa importiert........

© Berliner Zeitung