Politische Kernschmelze: Warum die SPD plötzlich von Gerhard Schröder träumt
Ein Blick auf die einst stolze Volkspartei SPD im Frühjahr 2026 zeigt ein desaströses Bild. Besonders deutlich wurde dies Anfang März bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Zwar haben die Sozialdemokraten im „Ländle“ traditionell einen schweren Stand, doch das aktuelle Ergebnis gleicht einer politischen Kernschmelze. Mit einem Absturz auf 5,5 Prozent haben sich die Stimmenanteile faktisch halbiert. Die SPD kämpft nicht mehr um Gestaltungsmacht, sondern um ihre schiere Existenz.
Es ist ein Debakel, das selbst altgediente Parteigranden aus der Reserve lockt. Franz Müntefering, das Urgestein der SPD, beobachtet diesen Niedergang mit einer Mischung aus Sorge und Sarkasmus. Zu Gast in der Talkshow von Sandra Maischberger drängte sich eine Frage an den ehemaligen Parteivorsitzenden auf, die noch vor kurzem als Sakrileg gegolten hätte: Braucht die SPD einen neuen Gerhard Schröder?
Müntefering über Schröder: „Ein toller Kerl“
Die Frage kann natürlich nicht ohne den obligatorischen Zusatz „Schröder vor Putin“ gestellt werden. Müntefering antwortet ohne Zögern: „Er war schon ein toller Kerl“ und schob nach: „Ich würde mir wünschen, wir hätten so einen wieder an der Spitze.“ Es ist eine schallende Ohrfeige für die aktuelle Führung.
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Auf die Nachfrage von Maischberger, wer ihn denn heute an der Spitze beeindrucke, wich Müntefering aus. Er halte eine konkrete Antwort für ungerecht und lobte Lars Klingbeil lediglich dafür, dass er in einer schwierigen Situation überhaupt übernommen habe.
Den Namen von Olaf Scholz brachte er kaum über die Lippen und kritisierte zugleich dessen mangelnde Präsenz am Abend der letzten........
