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Alter Name, neue Konzepte: Berliner Feinkost-Institution Rogacki kehrt zurück

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23.04.2026

Dieser Name war eine (West-)Berliner Institution, stand für Feinkost, Delikatessen, Fischspezialitäten, Räucherwaren. Rogacki bestand fast 100 Jahre, doch nach dem Tod des Inhabers wurde das Geschäft in der Wilmersdorfer Straße, das einst das West-Berliner Lebensgefühl verkörperte und als beliebter Treffpunkt galt, im Juli 2025 geschlossen.Nun, neun Monate später, steht fest: Die Marke wird es weitergeben, der Name Rogacki ist gerettet. Mit der Übernahme durch den neuen Eigentümer Daniel-Jan Girl soll nun ein neuer Abschnitt beginnen.

„Ziel ist es, die Marke mit größtem Respekt vor ihrer Geschichte weiterzuentwickeln und zugleich zukunftsfähig aufzustellen. Die Bewahrung der Tradition, der originalen Rezepturen und der gewachsenen Markenidentität steht dabei an oberster Stelle“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung.

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Das große Ziel: Die Eröffnung eines neuen Stammhauses

Demnach ist am 22. April die Gründung der Rogacki Deutschland Holding GmbH erfolgt – „der offizielle Startschuss, um die legendäre Feinkost-Institution nicht nur zu bewahren, sondern sie wieder zu einem aktiven Teil der Berliner Stadtkultur zu machen“.

Das große Ziel sei die Eröffnung eines neuen Stammhauses zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2028. Die Marke Rogacki solle aber schon deutlich früher im Berliner Stadtbild wieder sichtbar werden. „Die Tradition wird bald wieder durch innovative Konzepte und neue Angebote an verschiedenen Standorten der Stadt lebendig.“

Was genau sich dahinter verbirgt, dazu sollen in den kommenden Monaten schrittweise Projekte vorgestellt werden. „Rogacki ist für Berlin kein gewöhnliches Unternehmen, es ist ein Stück Identität. Mit tiefem Respekt vor der fast 100-jährigen Geschichte, treten wir ab jetzt in diese großen Fußstapfen“, sagt der Unternehmer Daniel-Jan Girl, der aus Wilmersdorf kommt und zuletzt unter anderem als Präsident der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) in Erscheinung getreten war.

Rogacki soll nach Girls Vorstellungen ein Angebot bleiben, das höchsten handwerklichen Ansprüchen genüge, aber gleichzeitig für viele Menschen leistbar sei. Auch wenn das historische Stammhaus in seiner bisherigen Form nicht fortgeführt werden könne, würden neue Vertriebsformen über Partnerschaften bis hin zu alternativen Verkaufsorten geprüft.

Auf der Website rogacki.berlin sind derzeit ein Shop und ein Rezeptebuch in Planung. Dort kann man sich auch für einen Newsletter anmelden, um Neuigkeiten gleich zu erfahren.


© Berliner Zeitung