1. FC Union Berlin: Der Deadline Day wirft mal wieder seine Schatten voraus
Eine solche Geschichte wie mit Michael Parensen wünscht man sich viel öfter. Niemand hätte sie seinerzeit besser inszenieren können. Sie gilt beim 1. FC Union Berlin als Paradebeispiel für einen Wechsel im Winter. In der offiziell so genannten Transferperiode zwei, in der die Vereine die Möglichkeit bekommen, ihre Spielerkader mitten in der Saison neu aufzustellen. Je nach Lage wird geholt und abgegeben, verliehen oder ausgeliehen. Jedenfalls kommt noch einmal Bewegung ins Personal. Und am Deadline Day, dem letzten Tag dieses Wechselfensters, der diesmal auf den kommenden Montag fällt, geht es erfahrungsgemäß noch einmal überaus hektisch zu. Nicht selten sollen auf Teufel komm raus vermeintliche Lücken geschlossen und insbesondere Spieler geholt werden, die dem Team sofort weiterhelfen können. So jedenfalls überall der Wunsch.
Weil dieser Wunsch allzu oft trügerisch endet, hat das Winter-Transferfenster nicht den besten Ruf. Häufig ist es eine zweite Chance für Nachzügler oder Lückenbüßer. Wahlweise wird versucht, Spieler, deren Vertrag im Sommer ausläuft und die nicht gewillt sind, diesen zu verlängern, für eine noch mögliche Ablöse abzugeben. Auch besteht manchmal die Absicht, eventuelle Ladenhüter auf elegante Art loszuwerden, und wenn es in eine tiefere Spielklasse ist. Andererseits gibt es die Hoffnung, dass Spieler, bei denen der Knoten partout nicht zu platzen gedenkt, anderswo durchstarten.
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Abwertend heißt es, diese Phase sei ein Jahrmarkt der Sitzenbleiber. Denn wer gibt schon Leistungsträger ab, um damit einen potenziellen Gegner zu stärken. Eigentlich ein ziemlich irres Verhalten. Und doch hat es sich seit Jahren eingebürgert und gehört für Manager, Sportdirektoren und Scouts mittlerweile zur intensivsten Zeit der Saison. Für Horst Heldt, den Manager des 1. FC Union, verlief diese Phase lange erstaunlich ruhig. Allein Oluwaseun Ogbemudia wurde zu Drittligist Waldhof Mannheim ausgeliehen, verletzte sich dort aber bereits in seinem zweiten Spiel und droht für den Rest der Saison auszufallen. Auch der beabsichtigte Wechsel von Alex Kral zu Panathinaikos Athen geriet........
