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Volksschule: „In den zwei Jahren kann sich der Knopf auftun“

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30.06.2026

Man könnte meinen, dass das Bildungssystem in der westlichen Welt überall annähernd gleich abläuft. Alle Kinder lernen doch Lesen, Schreiben, Rechnen. Aber bei genauerem Hinsehen sind in Europa noch immer große Unterschiede feststellbar – nämlich vor allem in der besonders prägenden Zeit des Kindergartens und der Volksschule.

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Österreichs Bildungsminister Christoph Wiederkehr von den Neos führt immer wieder das Schweizer Vorbild an, wenn er von der Ausweitung der Volksschule von vier auf sechs Jahren redet. Der Koalitionspartner ÖVP ist dagegen. Grund genug, mit einer Expertin aus der Schweiz über die Erfahrungen zu reden.

Zunächst ein Überblick für den Kontext:

Wie sieht es bei uns aus?

In Österreich ist das letzte Kindergartenjahr verpflichtend, also die Zeit, in der die Kinder fünf bis sechs Jahre alt sind. Bei Kindern mit Sprachförderbedarf ist schon das vorletzte Kindergartenjahr verpflichtend. Nach dem Kindergarten folgt bekanntlich die Volksschule, die in Österreich vier Jahre lang dauert. Dann folgt die große Selektion. Gymnasium oder Neue Mittelschule? Das hängt dann von den Noten ab. Ist das Kind in allen Fächern sehr gut oder gut?

Wie sieht es in der Schweiz aus?

Im Nachbarland ist das Bildungssystem föderalistisch von den 26 Kantonen organisiert. In den meisten sind zwei Kindergartenjahre verpflichtend. In 20 Kantonen dauert die Volksschule sechs Jahre. Einige Kantone haben danach noch........

© Wiener Zeitung