Warum Laimer doch ein Maradona ist
Es gibt Kicker, die strotzen nur so vor Bling-Bling. Marko Arnautović etwa, dieser ganzkörpertätowierte Typ mit Oberschenkeln wie Hulk Hogan, der auf dem Feld zwischen Artist und Alleinunterhalter pendelt. Oder Cristiano Ronaldo, der allein durch seine nahtlose Bräune hervorsticht, dank Gesichtslotion wie eine Speckschwarte glänzt – und dazu noch die meisten Tore von allen schießt.
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Um sie dreht sich alles im Fußballbetrieb. Männer, die Tore am Fließband erzielen, geniale Pässe aus dem Fußgelenk schütteln, jene, die Spiele entscheiden und Millionen einspielen.
Doch es gibt auch noch die anderen. Blasse Burschen wie Konrad Laimer, die mit gesenktem Kopf und ständig im Sprintmodus jene Drecksarbeit verrichten, damit andere glänzen können. Aber dann, zu allem Überdruss, oft nur die Hälfte von jenen verdienen, die sie mit ihrer Kampfkraft in die Auslage stellen.
Das ist der Moment, in dem sich zeigt, dass es auch im Milliardengeschäft Fußball – zwar auf hohem Niveau, aber doch – eine Zweiklassengesellschaft gibt. Die Geschichte von Konrad Laimer zeigt das gerade exemplarisch auf. Der Österreicher zählt zu den weltbesten Spielern. Bei seinem Klub, dem FC Bayern, gilt er als unverzichtbarer Motor für deren Erfolgsspielweise, und doch wird ihm nun vor den Augen der Weltöffentlichkeit klargemacht, nur B-Ware zu sein. Kurz zusammengefasst: Bislang soll Laimer neun Millionen Euro brutto im Jahr verdient haben. Doch nun will er mehr. Etwa 12 bis 15 Millionen. Seit Monaten wird verhandelt – oder anders gesagt: ums Geld gefeilscht.
„Er ist eben nicht Maradona“
Deshalb sprach der heimliche Patron des Vereins vor kurzem ein Machtwort. Laimer sei sehr wichtig, erklärte Ehrenpräsident Uli Hoeneß mit stoischer Miene, „aber er ist eben nicht Maradona“. Und „solche Spieler“ – also Arbeitsbienen ohne Torgarantie – müssten nun mal akzeptieren, „dass es Grenzen gibt“.
Otto Normalverdiener würde dem Vereinsboss wohl durchaus wohlwollend zuklatschen, weil er der Gier im Fußballgeschäft einen Riegel vorschiebt. Doch so einfach ist das nicht.
Denn bei den Bayern kassieren einige Spieler wesentlich mehr als Laimer, die gemeinhin auch nicht als Maradona durchgehen. Die........
