Nicht alle Männer – nur 95,1 Prozent
Der Fall Pelicot, die Vergewaltigungsgruppen auf Telegram, die Epstein-Files, Rape Academies, die durch die CNN aufgedeckt werden, all die Prominenten, denen sexualisierte und sexuelle Gewalt vorgeworfen wird und die so zahlreich sind, dass es den Rahmen sprengen würde, sie hier beim Namen zu nennen: Die Nachrichten über männliche Gewalt, insbesondere sexueller und sexualisierter Natur, reißen nicht ab.
Kennst du schon?: Die Dosis macht das Gift
Und nach jeder dieser Nachrichten, jedes Mal, wenn Frauen – vor allem feministische Frauen – diese männliche Gewalt benennen, wird ihnen, so sicher wie das Amen im Gebet, vorgeworfen, Männer ungebührlich in einen Topf zu werden. Man sei selbst nicht wie diese Männer. Alle Männer, die man kenne, seien nicht wie diese Männer. Nur die wenigsten Männer seien wie diese Männer. Die meisten Männer seien nicht wie diese Männer. Und dann, das Postskriptum zum Amen: Dieses Schüren von Hass und Hetze gegen Männer muss aufhören!
Das Benennen von Fakten wird zur Hetze umgedeutet. Aus dem Aufzeigen weiblicher Lebensrealitäten, dem Beschreiben dessen, was die allgegenwärtige männliche Gewalt mit Frauen macht, wird nicht mit Reflexion reagiert, nicht mit Interesse an diesen weiblichen Lebensrealitäten, sondern mit Abwehr. Oder mit Deflektion. Oder mit Schuldumkehr. Nicht die gewalttätigen Männer sind die Bösen, sondern die Frauen, die die Gewalt benennen, sind es. Shoot the messenger!
Statistik vs. Selbstwahrnehmung
Ich habe es an der Stelle schon mehrmals geschrieben – alle Männer mögen überzeugt sein, sie seien „nicht alle Männer“, die Statistik spricht schon lange eine andere Sprache, und auch das wiederholen Feministinnen (denen die Zahlen schmerzlich bewusst sind, weil sie sich ständig mit ihnen beschäftigen) immer wieder: Wir alle kennen Täter. Wir alle haben Täter im nahen Umfeld. Alles andere geht sich statistisch nicht aus. Wie weit verbreitet männliche Gewalt ist, wissen wir schon lange. Wie oft Frauen von ihr betroffen sind, auch. In........
