Schräger Vorschlag des US-Außenministers: CIA sucht kubanische Verräter
„Patria o muerte!“ – Vaterland oder Tod! „Hasta la victoria siempre!“ – Immer bis zum Sieg! Seit mehr als sechs Jahrzehnten beschallt Kubas kommunistische Führung die Insel mit revolutionärem Pathos. Nun hat die amerikanische Diplomatie sinngemäß eine bemerkenswerte Antwort gefunden: „Hasta la CIA!“ – Auf zur CIA!
Der Urheber dieser neuen Losung ist ausgerechnet Marco Rubio, Außenminister der Vereinigten Staaten und Sohn kubanischer Einwanderer. Für den Regimewechsel auf der Karibikinsel empfiehlt er gewissermaßen amerikanische Geheimdiensthilfe auf kurzem Dienstweg. Rubio hat die Kubaner offiziell aufgefordert, mit der CIA zusammenzuarbeiten. „Jetzt ist der Moment“, verkündete er. Wer unter Korruption, enttäuschten Hoffnungen und den Privilegien der Herrschenden leide, solle den gewünschten Wandel durch eine „diskrete Partnerschaft“ mit dem US-Geheimdienst herbeiführen. Diskretion als öffentliche Botschaft auf Elon Musks Sudel-Portal X? Wie originell.
Was sich wie Satire anhört, ist keine Satire. Die CIA legte nach mit einem spanischsprachigen Werbevideo und Hinweisen, wie man Kontakt aufnehmen könne: Besuch einer US-Einrichtung (vielleicht den US-Botschaftsbunker am Malecon in Havanna?), wenn sicher möglich; ansonsten geschützte Internetverbindung, privater Browser, Wegwerfadresse. Geheimdienstliche Konspiration als Gebrauchsanweisung für Menschen, die ohne Strom und ausreichende Lebensmittel an der Armutsgrenze in einem Überwachungsstaat leben. Das Risiko tragen nicht Rubio und seine Strategen,........
