Ende der Riester-Rente: Wieso diese Reform ein echter Gewinn ist
Die Reform der Riester-Rente wird nun doch noch ein Erfolg. Die Koalition erweist sich als lernfähig und folgt den wichtigsten Forderungen von Verbraucherschützern. Künftig wird es ein öffentlich verwaltetes Standardprodukt für die geförderte Altersvorsorge geben. Die Finanzwirtschaft darf auch Förderrenten anbieten, auch mit einem kostengünstigen Standardprodukt. Doch den wirklichen Standard dabei kann der öffentlich unterhaltene Vorsorgefonds setzen. Das wird die Schwächen der bisherigen Riester-Rente bald vergessen lassen.
Zu den Gewinnern zählen auch die Selbstständigen. Sie sollten bei der geförderten Altersvorsorge zunächst außen vor bleiben. Nun können sie sich auch mit staatlicher Unterstützung ein zweites Standbein der Altersvorsorge aufbauen. Das mag manchen Leuten komisch vorkommen. Denn in der Öffentlichkeit wird gerne das Bild der erfolgreichen Unternehmer gezeichnet, die ohnehin viel verdienen und eine eigene Firma besitzen.
Altersvorsorge: Viele Kleinstunternehmer schaffen es nicht allein
Die Realität sieht anders aus. Kiosk- oder Imbissbetreiber, Reinigungsdienstleister oder andere Kleinstunternehmen haben oftmals nicht genug Einkommen, um eine auskömmliche Altersvorsorge aus eigener Kraft aufzubauen. Bevor sie später von der aus Steuergeld finanzierten Grundsicherung leben müssen, ist die Unterstützung beim Aufbau eines Alterseinkommens aus eigener Kraft für beide Seiten ein Gewinn.
Schließlich hat die Koalition auch noch mal einen Schlag für die Förderung von Familien und Menschen mit geringen Einkommen draufgegeben. Es profitieren am Ende die besonders, die es am nötigsten haben. So ist die Reform ein echter Gewinn.
