Stricken? Stricken!
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es gab Zeiten, da wurde öffentlich allenfalls bei Grünen-Parteitagen zu Nadel und Faden gegriffen. Stricken galt als typisch links-alternativ – und das verbreitete Muster war zwei links, zwei rechts, zwei fallen lassen, wie in Nicht-Strickerkreisen gefrotzelt wurde. Wobei: 100 Jahre zuvor trafen sich Frauen gerne abends in Spinnstuben – und da wurde nicht nur gesponnen, sondern gestrickt und geredet.
Dies alles wird in einer zeitgemäßen Weise jetzt zum Thema, weil Stricken gerade eine Renaissance erlebt. Und der Trend geht an Thüringen nicht vorbei: Es gibt inzwischen sogar Strick-Kinoabende. Man kann so etwas auch Maschenkino nennen, habe ich gehört.
Ich habe früher viel gestrickt, setze derzeit aber aufs Häkeln. Und was halten Sie von dem Trend? g.sommer@tlz.de
