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Die wundersame Verwandlung des Nathaniel Rateliff

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16.01.2026

Das werde wohl seine letzte Platte, denkt sich Nathaniel Rateliff vor gut zehn Jahren. Der Folk-Musiker aus Denver, Jahrgang 1978, ist nach diversen Band-Projekten und Solo-Scheiben an einem Punkt, wo er seinen Lebensunterhalt nicht mehr mit Musik bestreiten kann, nicht mehr bestreiten will.

Trotz kleinerer Erfolge, etwa als Vorband von The Lumineers, sind die Entbehrungen, die privaten Opfer für ihn und sein Umfeld zu groß; die Erfolge im Gegensatz, nun ja, eher überschaubar. Es seien „20 Jahre harter Arbeit und Frustration“ gewesen.

Künstlerisch beschreitet Rateliff mit seinem selbst prognostizierten Schwanengesang jedoch Neuland: Von der Muse geküsst, schreibt er eklektische Songs, die Soul und Rock – mindestens! – vermengen und eine ungeahnte Energie generieren.

Ausschlaggebend ist das Stück „Trying so hard not to know“. Rateliff sitzt in seiner Dachkammer, ausgestattet nur........

© TLZ