menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

„AfD-Wähler treibt eine Feindseligkeit zu Fremden“

3 0
26.08.2025

Berlin. Zehn Jahre Merkels „Wir schaffen das“: Die Forscherin Glorius arbeitet in Chemnitz. Sie erlebt vor allem im Osten, wie Frust zu Hass wächst.

Auch zehn Jahre nach der Fluchtkrise 2015 sind vor allem wirtschaftsstarke Orte mit einem gesunden Arbeitsmarkt aufnahmebereit, sagt die Migrationsforscherin Birgit Glorius. Als Humangeografin blickt sie nicht nur auf die globalen Fluchtbewegungen, die seit Jahren zunehmen. Sie schaut auch darauf, wie Integration von Schutzsuchenden vor Ort, in den Gemeinden und Städten, gelingen kann. Glorius sagt: „Ein Vorteil ist, wenn eine Gemeinde bereits Erfahrungen mit internationalen Migranten hat, etwa durch Einwanderung aus der Türkei oder Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien.“

Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Zugleich sieht die Wissenschaftlerin gerade in Ostdeutschland einen wachsenden Hass auf „Kulturfremde“. AfD-Wähler würden eine Identitätskrise erleben – „und lassen ihre Wut bei Fremden aus“, so Glorius. Was dahintersteckt, erklärt sie im Gespräch mit dieser Redaktion.

Zehn Jahre ist es her, da sagte die damalige Kanzlerin Angela Merkel ihren berühmten Satz: „Wir schaffen das.“ Damals kamen in wenigen Monaten Hunderttausende Schutzsuchende vor allem aus Syrien, Irak und Afghanistan nach Deutschland. Was hat........

© TLZ