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Patriots: US-Rüstungsgüter "Made in Germany"?

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29.09.2026

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Patriots: US-Rüstungsgüter "Made in Germany"?

29. September 2026 | Reinhard Schlieker

Es gibt Nachschubprobleme beim bodengestützten Flugabwehrraketen-System. Jetzt will Minister Pistorius einen Teil der Fertigung nach Deutschland holen.

VON REINHARD SCHLIEKER

Deutschland hat den Amerikanern angeboten, Raketen für das Abwehrsystem Patriot in Lizenz zu bauen. Das Zauberwort heißt “Lizenz”: Die technische Hoheit bliebe in US-Hand. Allerdings: Nachbar Frankreich zeigt sich verärgert.

Kaum ein Rüstungsgut ist derzeit so knapp wie die Abfangrakete PAC-3 MSE. Die neueste Version jener Abwehrgeschosse, die zuverlässig attackierende Raketen vom Himmel holen können und ihre Fähigkeiten seit langem im Nahen Osten und vor allem in der Ukraine unter Beweis gestellt haben. Die Vereinigten Staaten selbst kommen mit der Produktion kaum nach. Eine im Januar geschlossene Rahmenvereinbarung zwischen Pentagon und Lockheed Martin soll die jährliche Produktionskapazität über einen Zeitraum von sieben Jahren von rund 600 auf etwa 2.000 Flugkörper erhöhen. Ob damit auch die Wünsche der Ukraine nach 300 Exemplaren für den kommenden Winter erfüllt werden sollen, ist unklar. Die Ukraine sieht sich in naher Zukunft verstärkten Luftangriffen ausgesetzt. Das wirksame Gegenmittel wären die Patriots.

Durchhaltefähigkeit und industrielle Substanz

Angesichts all dessen will der Bundesverteidigungsminister einen Teil der Herstellung von Raketen nach Deutschland holen. Eine PAC-3-Fertigung in Europa sei „unser Wunsch“, sagte Boris Pistorius laut „Welt“ nach einer Sitzung des Verteidigungsausschusses. Mitte September hatten er und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth im Pentagon eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Produktion amerikanischer Waffensysteme unterzeichnet. Das Angebot reicht weit: Berlin sei bereit, sämtliche Elemente der Patriot-Wertschöpfungskette im Land herzustellen, von PAC-2- und PAC-3-Abfangraketen bis hin zu den Startgeräten, dazu weitere US-Waffen in Lizenz, die bei Verbündeten knapp sind, berichtete die MilitaryTimes. 

Im Gespräch sind damit auch eine Lizenzfertigung von Tomahawk-Marschflugkörpern, außerdem Kooperationen bei ATACMS (ballistische Kurzstreckenraketen), Stinger und AMRAAM........

© The European