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MQ-28 Ghost Bat: Doch keine Geisterfledermaus für die Bundeswehr?

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20.10.2026

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MQ-28 Ghost Bat: Doch keine Geisterfledermaus für die Bundeswehr?

20. Oktober 2026 | Reinhard Schlieker

Souveränität statt Tempo: Lange wollte Berlin keine unbemannten Kampfflugzeuge. Dann wurde man mit Boeing in Australien einig – und macht jetzt einen Rückzieher.

VON REINHARD SCHLIEKER 

Der Zeitplan war ehrgeizig: Schon 2029 sollte die Luftwaffe erste unbemannte Kampfflugzeuge besitzen, die tief in gegnerisches Gebiet vordringen und Bodenziele angreifen können – sechs Jahre vor der Frist, die sich die NATO für diese Fähigkeit gesetzt hat. Favorit war die MQ-28 "Ghost Bat“, die Boeing in Australien entwickelt. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte sich die "Geister-Fledermaus" im März vor Ort angesehen; im Gespräch war der Kauf von mindestens zwölf Maschinen für mehr als 800 Millionen Euro über ein Regierungsgeschäft mit Canberra.  

Doch daraus wird nun nichts. Nach internen Unterlagen, über die "Politico“ berichtet, will das Ministerium ab 2027 mehrere Systeme vergleichen. Einsatzfähige Drohnen erwartet es nun erst Anfang der 2030er-Jahre. Die Begründung des Beschaffungsamtes: Derzeit erfülle kein System alle Anforderungen – vor allem nicht beim Angriff auf Bodenziele.  

Das hört sich nun wieder nach jahrelangen Auswahlprozessen an. Was unausgesprochen mitschwingt, ist laut dem Wehrtechnikportal ESUT (Europäische Sicherheit und Technik) die Frage der vollen Kontrolle im Einsatzfall. Im Mittelpunkt: Die Softwaresteuerung. Bei Kampfdrohnen, im Grunde fliegende Computer, der entscheidende Punkt. 

Vorteile einer schnellen Lösung 

Die Argumente für die Ghost Bat wiegen auch weiterhin durchaus schwer. Die Maschine hat nach Herstellerangaben mehr als 150 Testflüge absolviert und im Juni 2026 an der multinationalen Übung „Valiant Shield“ teilgenommen, eingebunden in Verbände mit F-35-Kampfjets. Rheinmetall soll als "ystemintegrator in Deutschland fungieren, mit Diehl Defence, Rohde & Schwarz und Hensoldt als Partnern. Zugesagt ist eine Entwicklungsumgebung in Deutschland, in der deutsche und........

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