Überhöhte Energiekosten heute – rationierte Lebensmittel morgen
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Überhöhte Energiekosten heute – rationierte Lebensmittel morgen
27. Mai 2026 | Rainer Zitelmann
Die Energiewende, begonnen unter Merkel und vorangetrieben von Habeck, ist nicht mehr finanzierbar. Rainer Zitelmann über Daniel Stelters "Absturz" (Teil 3 von 4)
VON RAINER ZITELMANN, Berlin
BASF war jahrzehntelang nicht nur das größte Chemieunternehmen Deutschlands, sondern zeitweise auch der größte Chemiekonzern der Welt. Ab 2022 und besonders 2023/2024 kündigte das Unternehmen massive Sparprogramme und Stellenstreichungen in Deutschland an, während gleichzeitig Milliarden in neue Werke in China investiert wurden. BASF begründete dies mit den hohen Energiepreisen in Deutschland sowie mit der sinkenden Wettbewerbsfähigkeit Europas. Im Februar 2024 erklärte BASF, man müsse allein am Standort Ludwigshafen bis Ende 2026 zusätzlich eine Milliarde Euro pro Jahr einsparen; genannt wurden ausdrücklich hohe Energiekosten, schwache Nachfrage und zu hohe Produktionskosten in Deutschland.
Parallel investiert BASF bis zu zehn Milliarden Euro in den neuen Verbundstandort im chinesischen Zhanjiang. Der Fall BASF gilt heute vielen als Symbol dafür, wie hohe Energiekosten und zunehmende Bürokratie den Industriestandort Deutschland schwächen und große Unternehmen dazu bewegen, Wachstum und Investitionen nach Asien zu verlagern.
Viele Unternehmen wollen abwandern
Seit sieben Jahren stagniert die Wirtschaftsleistung in Deutschland, und eine der Ursachen sind die massiv gestiegenen Energiepreise. Der Ökonom Daniel Stelter schreibt in seinem Buch „Absturz. So retten wir Deutschland“, dass laut einer Befragung 63 Prozent der Industrieunternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr sehen. Bei energieintensiven Industriebetrieben liegt der Wert sogar noch höher. Bei energieintensiven Großunternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten planten inzwischen........
