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Kuba vor dem Kollaps? Sozialismus, Energiekrise und das Vietnam-Modell im Vergleich

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19.02.2026

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Kuba vor dem Kollaps? Sozialismus, Energiekrise und das Vietnam-Modell im Vergleich

19. Februar 2026 | Rainer Zitelmann | John Fund | Lesezeit: 5 Min.

Treibstoffmangel, Stromausfälle, Vier-Tage-Woche: Steht Kubas Sozialismus vor dem Ende – oder vor einer Reform nach vietnamesischem Vorbild?

VON JOHN FUND UND RAINER ZITELMANN

Angesichts einer sich verschärfenden US-Ölblockade und der Folgen von 67 Jahren sozialistischer Planwirtschaft kommt Kubas Wirtschaft zum Stillstand. Die Insel rationiert Treibstoff, führt eine Vier-Tage-Arbeitswoche ein, verhängt Stromabschaltungen und stellt die Betankung internationaler Fluggesellschaften ein.

Realitätsverweigerung der Führung

Die Krise sei „eine Chance und eine Herausforderung, die wir ohne Zweifel überwinden werden“, sagt der stellvertretende Ministerpräsident der Insel, Oscar Pérez-Oliva Fraga, ein Großneffe von Fidel und Raul Castro. „Wir werden nicht zusammenbrechen.“ Auf absurde Weise sprechen Fragás Kollegen sogar davon, den Übergang zu erneuerbaren Energiequellen zu beschleunigen.

Es ist schmerzhaft zu beobachten, wie Kubas gealterte Führungsriege (mit 94 Jahren übt Raul weiterhin ein Vetorecht über die Politik aus) sich weigert, ein diskreditiertes Sozialismusmodell zu verändern. Es ist, als würde jemand behaupten, er könne einen Patienten operieren, nur weil er Grey’s Anatomy gesehen hat.

Michael Bustamante, Vorsitzender des Departments für kubanische und kubanisch-amerikanische Studien an der Universität Miami, sagt, Havanna habe „jede Gelegenheit verpasst“, die Wirtschaft zu verbessern und das Leiden seiner zehn Millionen Einwohner zu lindern. Die öffentliche Ordnung bricht zusammen. Ruaridh Nicoll, ein kubanischer Romanautor, der in Havanna lebt, schrieb vergangene Woche in der linken britischen Zeitung Guardian: „Kinder, die früher der Polizei hätten Rede und Antwort........

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