Wie der Iran-Krieg die Risiken für die Finanzstabilität steigert
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Wie der Iran-Krieg die Risiken für die Finanzstabilität steigert
28. März 2026 | Michael Heise
Weitreichende Korrekturen der Aktienmärkte können eine erhebliche Abkühlung der US-Konjunktur oder sogar die lang erwartete Rezession auslösen
Man kann die Zukunft nicht vorhersagen, aber man sollte sich auf sie vorbereiten. Dieses abgewandelte alte griechische Sprichwort gilt vor allem für die Finanzmärkte. An deren Oberfläche war die Entwicklung in den vergangenen drei bis vier Jahren zwar durchaus positiv, aber darunter bauten sich Risiken auf. Positiv war, dass die hohe Inflation nach dem Schock des Jahres 2022 wieder zurückging, dass die Banken ausreichend kapitalisiert und wieder profitabel sind und die Aktienmärkte sich seit dem letzten Schock im April 2025 wieder deutlich erholt hatten.
Doch sind seit einiger Zeit erhebliche Risiken vorhanden, die die Aktienkurse deutlich drücken und die Stabilität der Finanzmärkte in Gefahr bringen könnten. Geostrategische Risiken stehen wohl auf jeder Watchlist von Anlegern und Banken. Mit der Iran-Krise ist nun eines dieser Risiken eingetreten. Der Krieg hat die Ölpreise und Gaspreise hochschießen lassen und Aktienmärkte entsprechend belastet. Eine Finanzkrise mit Verwerfungen der Bankenmärkte, wird sich daraus nicht entwickeln, wenn die Kriegshandlungen und damit auch die wirtschaftlichen Belastungen nur von begrenzter Dauer sind. Aber das ist zunächst eine Annahme.
Risiken auf der Vermögenspreisseite
Die aktuellen Stabilitätsberichte von internationalen Organisationen, Zentralbanken und Bankenaufsehern sehen unisono erhebliche Risiken durch die starken Preissteigerungen der Vermögenswerte in den vergangenen Jahren. Besonders ausgeprägt ist die Entwicklung in den USA, wo die Vermögen der privaten Haushalte seit vielen Jahren weitaus schneller steigen als die gesamte Wirtschaftsleistung und wo sich das Wachstum in den Jahren des Tech-Booms noch beschleunigt hat. Hinter den Vermögenszuwächsen stehen in den USA nicht erhöhte Sparleistungen, sondern vor allem Vermögenspreissteigerungen an den Aktienmärkten und, derzeit weniger........
