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Russland hat sich für einen langfristigen Konflikt mit dem Westen entschieden

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10.06.2026

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Russland hat sich für einen langfristigen Konflikt mit dem Westen entschieden

10. Juni 2026 | Kaupo Rosin

Warum Verhandlungen mit Moskau nur Aussicht auf Erfolg haben, wenn der Westen die Regeln kennt, nach denen Russland agiert. Von Kaupo Rosin, Chef des estnischen Geheimdienstes

In Europa wird derzeit wieder verstärkt über Verhandlungen mit Russland zur Beendigung des Krieges in der Ukraine diskutiert. Moskau signalisiert dabei Gesprächsbereitschaft, äußert sich öffentlich darüber, wer auf westlicher Seite verhandeln sollte – und wer nicht.

Gleichzeitig spricht Russlands militärisches Handeln eine andere Sprache. In der Nacht zum 24. Mai startete Russland einen der größten Angriffe seit Beginn der umfassenden Invasion. Rund 600 Drohnen sowie 90 luft-, see- und bodengestützte Raketen, darunter die Hyperschallrakete Oreschnik, wurden gegen die Ukraine eingesetzt. Hauptziel war Kiew.

Dieses Muster ist nicht neu. Es zeigt, wie Wladimir Putin reagiert, wenn ihm nicht aus einer Position der Stärke begegnet wird. Wer versucht, Russland ohne wirksamen Druck von seinen Zielen abzubringen, wird scheitern. Russland hat in seiner Geschichte stets vor allem Stärke respektiert. Putin, der den Anspruch erhebt, Russlands Großmachtstatus wiederherzustellen, bildet dabei keine Ausnahme.

Immer wieder werden im Westen Verhandlungen mit Russland gefordert. Weniger häufig wird darüber gesprochen, worüber eigentlich verhandelt werden soll. Moskau hat bislang keinerlei Bereitschaft erkennen lassen, den Krieg zu beenden, solange seine Ziele nicht erreicht sind. Gespräche betrachtet Russland nicht als Weg zum Kompromiss, sondern als Instrument, um den Westen zu Zugeständnissen zu bewegen, ohne selbst........

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