Zwischen Fakten und Fake News: „Meinungsäußerung ist kein Journalismus“
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Zwischen Fakten und Fake News: „Meinungsäußerung ist kein Journalismus“
30. April 2026 | Christoph Sackmann | Lesezeit: 3 Min.
Für traditionelle Medien kommen die Revolutionen immer schneller. Erst brachte das Internet ihr Geschäftsmodell durcheinander, dann Social Media, jetzt KI. Drei Medienchefs diskutieren auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel Lösungen.
Beim Radiosender Antenne Bayern wagte Valerie Weber zuletzt ein Experiment. Die Vorsitzende der Geschäftsführung rief einen neuen Sender ins Leben. Der Clou: Alles an ihm wurde von einer KI bestimmt: Das Programm, die Musikauswahl, die Nachrichten, selbst die Zielgruppe. Menschen griffen kaum noch ein. „Die KI wählte junge Männer als Ziel, weil sie meinte, diese seien neuen Medien gegenüber am ehesten zugänglich“, erzählt sie auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel. Weber ließ sie gewähren. „Wir wollten wissen, was das mit den Hörern, aber auch mit uns macht.“ Nur bei einem Punkt griff die Programmchefin ein. „Am Ende dachten wir uns, dass ein neuer Sender auch ein Gesicht braucht.“ Also entwarf die KI das Bild einer tief dekolletierten Moderatorin – zu viel für das Experiment.
Ebenso interessant wie die Erstellung des Senders war die Resonanz der Hörer. „Wir haben in Windeseile hunderttausende Zuhörer erreicht“, sagt Weber. Viele schalteten aus Neugier ein und waren........
