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Strategische Souveränität Europas: Realität oder Illusion?

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25.07.2026

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Strategische Souveränität Europas: Realität oder Illusion?

25. Juli 2026 | Burghard Jepsen | Jörg Nackmayr

Vor allem Paris will sich von den USA sicherheitspolitisch abkoppeln. Deutschland beschwört ebenfalls Europa, will aber transatlantisch bleiben.

VON JÖRG-DIETRICH NACKMAYR UND BURGHARD JEPSEN 

Seit einigen Jahren prägt der Begriff „strategische Souveränität Europas“ die außenpolitischen Debatten. Vor allem Frankreich treibt diese Idee seit Jahren voran. Der Begriff klingt modern, selbstbewusst und geopolitisch erwachsen. Tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch ein grundlegender Widerspruch.

Denn strategische Souveränität bedeutet mehr als wirtschaftliche Stärke oder diplomatische Koordination. Sie bedeutet letztlich die Fähigkeit, Sicherheit unabhängig garantieren zu können – notfalls militärisch.

Genau hier beginnt Europas Problem. Europa verfügt zwar über enorme wirtschaftliche Macht, industrielle Substanz und technologische Fähigkeiten. Was jedoch fehlt, ist eine gemeinsame strategische Kultur. Die Europäische Union besitzt keine einheitliche Außenpolitik, keine gemeinsame Nuklearstrategie und keine zentrale militärische........

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