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Ungarn wählt: Maus Orbán, Löwe Putin und Vorwürfe aus der Unterwelt

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12.04.2026

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Ungarn wählt: Maus Orbán, Löwe Putin und Vorwürfe aus der Unterwelt

12. April 2026 | Ansgar Graw

Mitgeschnittene Telefonate des Ministerpräsidenten und seines Außenministers dokumentieren die Moskau-Nähe der Regierung. Zudem gibt es brisante Vorwürfe eines verurteilten Geldkuriers

In Ungarn wird heute ein neues Parlament gewählt. Die Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán liegt in den Umfragen hinter der Tisza-Partei seines Herausforderers Péter Magyar deutlich zurück. Auf der Zielgerade zu den Wahlen wurden massive Vorwürfe gegen die Regierung von Orbán laut.

Orbán, der Ungarn seit 2010 regiert und auch von 1998 bis 2002 das mächtigste Amt im Staat innehatte, soll in einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir in Anlehnung an eine Fabel sich selbst als Maus und seinen Gesprächspartner als Löwen dargestellt haben. Zudem sprechen mitgeschnittene Telefonate dafür, dass es zwischen ungarischen Regierungspolitikern und Moskau Absprachen gab, um Beitrittsverhandlungen der EU mit der Ukraine zu hintertreiben. Zudem wird Orbán von einem früheren Mitglied der ungarischen Unterwelt beschuldigt, in den 90er Jahren Gelder aus der organisierten Kriminalität für seinen Wahlkampf angenommen haben. Beweise dafür liegen bislang nicht vor; es gilt die Unschuldsvermutung.

Schlagzeilen machte aber vor........

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