Wenn am Ende der Reise ein Sarg steht
E s ist nicht so, dass ich nicht zur Beerdigung hätte anreisen können. In Berlin ist nichts, was ich verpasst hätte. Richtig arbeiten kann ich ohnehin nicht. Wie soll das gehen, wenn in Hirn und Herz nur Trauer ist.
Was ich nicht ertragen konnte – beide Male –, war die Vorstellung einer zwölfstündigen Reise, die mich an einen Sarg führt. Eine U-Bahn-Fahrt voll Trauer. Eine Busfahrt. Ein schmerzhafter Aufenthalt am Flughafen, sieben schmerzerfüllte Stunden eingequetscht zwischen Fremden im Flieger. Der Druck im Kopf bei der verheult-verrotzten Landung in der Fremde, die auch Zuhause ist. Und dann der Hitze- und Kulturschock, der im Laufe der Jahre immer weniger einschlug, aber in einem solch kraftlosen Moment mich doch hätte umhauen können.
Der Schock, das wäre diesmal nicht Sprachwechsel, Gerüche, Farben oder Temperaturen gewesen, sondern Abwesenheit. Dieser eine vertraute Mensch, der mich immer vom........
