Ethische Übelkeit am Anfang der Schwangerschaft
t az: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?
Friedrich Küppersbusch: Anschlag auf den CSD in Berlin.
taz: Und was wird besser in dieser?
Küppersbusch: Kanzler Merz spricht von „Anschlag auf unsere Gesellschaft“.
taz: Die Verfassungsrechtlerin Brosius-Gersdorf spricht sich für die Legalisierung von Leihmutterschaft aus. Sie kritisiert, dass die Christdemokraten mit dem Verbot Frauen ihr Recht auf Selbstbestimmung absprechen. Sollte Deutschland seine Regularien überdenken?
Küppersbusch: Fragt Ihr einen Mann. Spaßvögel. Okay, ich tu mal so, als würde mich eine Freundin um Rat fragen: Brosius-Gersdorf antwortet ihr, die Studienlage belege eine „normale Entwicklung“ von Leihmütter-Kindern ohne „körperliche und psychosoziale Auffälligkeiten“. Bei den Perspektiven der Leihmütter dagegen besteht sie auf dem Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren Körper. Mit dem Argument kann man auch Prostitution freigeben, und Brosius-Gersdorf erklärt auch, sie habe kein feministisches, sondern ein freiheitliches Verfassungsverständnis. Die „altruistische“ Leihmutterschaft beuge dem „Fortpflanzungstourismus“ vor, dürfe jedoch nicht dazu führen, dass alle an der Mutter........
