„Viele Bahnhöfe muss man sich schönsaufen“
t az: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?
Friedrich Küppersbusch: Friedrich Merz teufelt gegen eine Partei und die Junge Union dreht durch vor Begeisterung.
taz: Und was wird besser in dieser?
Küppersbusch: Merz überlegt noch mal, gegen wen er besser teufeln könnte.
taz: Katie Zacharia war fünf Tage die neue Pressesprecherin von US-Präsident Trump. Könnte sie auch seine letzte sein?
Küppersbusch: Das Skelett von Trumps Amtsführung bleibt sein TV-Format „The Apprentice“, eine spielerisch ins Menschenverachtende lappende Heuer&Feuer-Show um Jobs in seinen Unternehmen. Mit Blick auf Quoten und Reichweiten haben weder er noch Zacharia irgendwas falsch gemacht.
taz: Der italienische Fußball ist in der Krise. Verpasste WM-Teilnahmen, seit 16 Jahren kein Gewinn der Champions League, nun ein weiterer historischer Tiefschlag: Neapel, Inter, Como und die AS Roma verloren alle ihre Partien in der Ligaphase. Was läuft falsch auf dem Stiefel?
Küppersbusch: Man liest von mangelhaftem Scouting und zu wenigen Nachwuchsleistungszentren, etwa verglichen mit Frankreich, England, Spanien. Das beruhigt mich, ich hatte schon befürchtet, Investoren hätten Skrupel vor Fascho-Fans und mafiösem Berlusconi-Klüngel.
taz:........
