menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Der Fall von FBI-Chef Kash Patel zeigt, wie Handala arbeitet

27 0
31.03.2026

Der Fall von FBI-Chef Kash Patel zeigt, wie Handala arbeitet

Handala ist offenbar keine unabhängige Hackergruppe. Analysten und Geheimdienste betrachten sie als staatlich gesteuerte Operation des Iran.

Wer oder was hinter Handala steckt

Meinungsmache als eigentliches Ziel

Stryker ist ein anderes Kapitel

Handala sorgte für mehr als nur ein kleines Datenleck

Der Angriff auf das private E-Mail-Konto von FBI-Chef Kash Patel sorgt zunächst einmal für die üblichen Schlagzeilen. Der Fall verdeutlicht jedoch auch, wie Handala vorgeht. Die Gruppe veröffentlicht nicht nur erbeutete Daten, sondern nutzt sie auch für eine öffentliche Bloßstellung und politischen Druck.

Der Einbruch in das private E-Mail-Konto von FBI-Chef Kash Patel liefert zunächst einmal genau das, was viele bei solchen Fällen sofort mitbekommen: alte E-Mails, private Fotos und die üblichen Reaktionen im Netz. Laut Reuters hat Handala mehr als 300 E-Mails und persönliche Bilder veröffentlicht. Das FBI bestätigte den Angriff auf Patels privates Konto. Man erklärte aber zugleich, das Material sei historisch und enthalte keine relevanten Regierungsinformationen. Reuters konnte die veröffentlichten Inhalte leider nicht vollständig verifizieren. Mehr als ein peinlicher Leak ist dieser Teil der Geschichte vorerst nicht.

Wer oder was hinter Handala steckt

Das US-Justizministerium stuft Handala nicht als losen Aktivistenverbund ein, der sich für den Iran einsetzt. Man betrachtet sie als Teil einer Infrastruktur für psychologische Operationen der iranischen Revolutionsgarden. Laut dem US-Justizministerium nutzten die Betreiber die im März beschlagnahmten Domains dazu, gestohlene Daten zu veröffentlichen, Gegner des Regimes einzuschüchtern und offen zu Gewalt gegen Journalisten, Dissidenten und Israelis aufzurufen. In denselben Unterlagen ist auch von dem altbekannten Muster die Rede: disruptive Angriffe, Leak-Seiten und eine angeblich aktivistische Fassade, hinter der deutlich mehr steckt als bloße Selbstdarstellung.

Meinungsmache als eigentliches Ziel

Es geht also um mehr als ein gehacktes Postfach und ein paar Bilder im Netz. Es geht um eine Methode, die längst bekannt ist: Einbrechen, Material veröffentlichen, öffentlichen Druck erzeugen und den Fall so weiterdrehen, bis sich in der öffentlichen Meinung mehr verfängt als nur der eigentliche Datendiebstahl.

Dass Handala kurz nach der Beschlagnahmung der Domains schon wieder unter neuer Adresse online war, passt dazu. Die Öffentlichkeit ist ein essenzieller Teil ihrer Methodik. Es geht nicht nur darum, irgendwo Daten abzuladen. Es geht um Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit. Natürlich versucht man, gleich den nächsten potenziellen........

© Tarnkappe