Deepfakes werden zum Fall fürs Recht: Alberta und der Fall Collien Fernandes
Deepfakes werden zum Fall fürs Recht: Alberta und der Fall Collien Fernandes
Alberta plant ein Gesetz gegen Wahlkampf-Deepfakes. Der Fall Fernandes zeigt Risiken sexualisierter Fakes und Lücken im deutschen Recht.
Deepfakes werden zum Fall fürs Recht
Alberta zieht beim Wahlkampf die Grenze
Alberta will auch gegen intime Fälschungen vorgehen
Der Fall Collien Fernandes macht die deutsche Lücke sichtbar
Deepfakes: das gleiche Werkzeug, anderer Schaden
Die kanadische Provinz Alberta zieht bei manipulativen Deepfakes im Wahlkampf nun die Grenze. In Deutschland zeigt der Fall Collien Fernandes parallel, wie groß die Lücken bei sexualisierten Deepfakes, Fake-Accounts und digitalem Missbrauch noch immer sind.
Deepfakes werden zum Fall fürs Recht
Auf den ersten Blick scheinen Alberta und die Vorwürfe von Collien Fernandes nichts miteinander zu tun zu haben. In Kanada geht es um Wahlkampf und politische Täuschung. Hier geht es um Vorwürfe rund um sexualisierte Deepfakes, Fake-Accounts und digitalen Missbrauch. Am Ende geht es in beiden Fällen jedoch um dasselbe. Fälschungen wirken echt genug, um Schaden anzurichten. Mal trifft es den politischen Raum und soll Wahlen beeinflussen, mal eine einzelne Person.
Alberta zieht beim Wahlkampf die Grenze
Alberta hat am 30. März den Gesetzesentwurf Bill 23 eingebracht. Das Gesetz soll Deepfakes verbieten, die Wähler durch Aussagen oder das Verhalten von Parteichefs, Ministern, Abgeordneten, Kandidatinnen, Kandidaten oder Wahlpersonal täuschen können. Damit kommt aus Alberta ein juristischer Vorstoß, der Deepfakes als Rechtsproblem behandelt. Und das ausgerechnet aus jener Provinz, die nicht ohne Grund als das „Texas des Nordens” gilt.
Alberta behandelt Deepfakes damit als Angriff auf den Wahlprozess. Wer gefälschte Inhalte so erstellt, dass sie echt wirken und und somit Entscheidungen beeinflussen können, schädigt nicht nur einzelne Personen. Die Täter versuchen in den Ablauf einzugreifen.
Der Entwurf ist dabei recht klar. Das geplante Gesetz erfasst Videos, Audiodateien, Fotos und anderes digitales Material, wenn die Fälschung so realistisch erscheint, dass eine vernünftige Person sie für echt halten könnte. Verboten werden soll nicht nur das Verbreiten. Schon das........
