Sperren auf DNS- oder IP-Ebene sind nicht mehr ausreichend
Sperren auf DNS- oder IP-Ebene sind nicht mehr ausreichend
Warezio veröffentlichte kürzlich eine Studie, die anhand von konkreten Beispielen zeigt, wie Online-Piraten auftretende Sperren umschiffen.
Der Aufbau hat sich verändert, simple Sperren greifen nicht
Piraten nutzen moderne Tools
Skripte, Cloud und Container im Einsatz
Community zieht zeitnah nach
Sperren bekämpfen Symptome, nicht die Ursachen
Das tschechische Unternehmen Warezio, das in Europa Dienstleistungen zur Bekämpfung von Piraterie anbietet, hat jüngst eine Studie veröffentlicht. Darin untersucht man, wie Piraterie-Websites auf einfache Weise erstellt, geklont, bereitgestellt und im Fall von Sperren verlagert werden können. Sie zeigt auch, warum eine Sperrung auf DNS-/IP-Ebene im anbrechenden Zeitalter der KI nicht ausreicht, um sie zu schließen.
Der Aufbau hat sich verändert, simple Sperren greifen nicht
Moderne Piraterie-Websites haben sich von der Hosting-Lösung, bei der Websites und Inhalte auf einem einzigen Server gehostet werden, hin zu komplexeren Setups entwickelt. Diese nutzen entkoppelte, cloudbasierte Architekturen und Automatisierungen auf Container-Basis, wodurch es nahezu unmöglich ist, sie effektiv zu schließen.
Entwickler von Piraterie-Diensten bündeln die Komponenten ihrer Operationen in separate Container. Dadurch verringert sich der Zeit- und Arbeitsaufwand für eine erneute Bereitstellung im Falle einer Abschaltung oder Sperre. Mithilfe moderner Programmierwerkzeuge und automatisierter Skripte können Betreiber von Piraterie-Diensten mit einem einzigen Befehl automatisch neue Server bereitstellen, Reverse-Proxys konfigurieren und Datenbank-Backups wiederherstellen. Schneller als es den Rechteinhaber lieb ist, sind die rechtswidrigen Portale wieder unter Nutzung einer neuen Domain erreichbar.
Der Bericht, den man hier einsehen kann, beschreibt aus technischer Sicht, wie Piraterie-Operationen definiert, aufgebaut und mithilfe von De-facto-Standard-Serverinfrastrukturen wie Nginx und Skriptsprachen wie PHP umgesetzt werden. Beide sind mit groß angelegten kommerziellen Speicherdiensten wie Amazon S3 kompatibel.
Piraten nutzen moderne Tools
Piraten verwenden zunehmend IP-Adressen ohne für Menschen lesbare Domainnamen. Dadurch kann man sie sich schwerer merken. Sie fallen nicht so schnell auf,........
