Ein Mann wird gefeiert
Mehr als 370 000 Pilger waren gekommen, Assisi stöhnte unter den Besuchermassen. Sie alle wollten Franziskus sehen. Denn zum ersten Mal in der Geschichte wurden seine Gebeine hervorgeholt und in einem Glaskasten ausgestellt. Sechs Wochen lang im Frühjahr dieses Jahres. Und anders als bei vielen anderen Reliquien konnte man sicher sein: Er ist es wirklich. Denn Franziskus galt im Volk schon bei seinem Tod als heilig; nur zwei Jahre später – ein Rekord – bestätigte der Papst dieses Urteil.
Franz von Assisi ist aber nicht nur bei gläubigen Menschen populär. Die Doku, die Arte zum Todestag ausstrahlt, nennt ihn „den Popstar unter den Heiligen“. Das wird dem bescheidenen Asketen sicher nicht gerecht. Aber klar ist: Auch Ökologen schwärmen für den Mann, der den Sonnengesang dichtete und den Vögeln predigte. Und Wohlstandskritiker verweisen auf sein Armutsideal und darauf, dass er seinem Vater dessen........
