Hilfe für Suchtkranke: „Geh da durch, du schaffst das“
„Du musst Bock auf dieses Leben haben“, sagt Pater Christian. Jeder Mann, der sich bei ihm auf der Fazenda da Esperanca im brandenburgischen Nauen vorstellt, hört diesen Satz. Es sind Männer, die eine Suchterkrankung haben – und auf dem „Hof der Hoffnung“ einen Neustart wagen wollen. „Die eigene Motivation ist dafür entscheidend“, sagt Pater Christian. Jeder Bewerber muss ein Motivationsschreiben verfassen und kann zu einem Probe-Wohnen kommen, ehe er sich für zwölf Monate der Gemeinschaft auf dem Hof anschließen kann.
„Wir nehmen niemanden, der uns einfach von der Justiz geschickt wird“, sagt Pater Christian und denkt dabei an die Frage Jesu: Was willst du, dass ich dir tue? „Der Blinde sagt, dass er wieder sehen möchte. Erst dann heilt Jesus ihn. Er muss aktiv werden. Jesus tut nichts gegen seinen Willen.“ So passt auch das Wort aus der Apostelgeschichte an diesem Sonntag: „Lasst euch retten“, ruft Petrus den Menschen zu, die sich um ihn und die anderen Apostel versammelt haben. Sie müssen selbst tätig werden, müssen das Leben als Christ wirklich wollen und sich dafür entscheiden.
Kein Alkohol, kein Internet
Die „Höfe der Hoffnung“, die Fazenda da Esperanca, wurden 1983 in Brasilien gegründet. Mitglieder der Kirchengemeinde der Stadt Guaratingueta bei Sao Paulo hatten damals den Wunsch, das Evangelium in die Tat umzusetzen. Ein junger Mann namens Nelson nahm........
