Geteiltes Brot, geteilter Keks
Es sind fast immer ihre Mitmenschen und oft die Nichtgläubigen oder die Andersgläubigen, durch die Dorothea Allgäuer ihrem eigenen Glauben näherkommt. So fühlt sie es zumindest. Dabei ist ihr der Glaube von Kindheit an vertraut.
Dorothea (52) gehört zur Gemeinschaft der Kleinen Schwestern Jesu und möchte entsprechend der Geschwisterlichkeit, die sie mit allen zu leben versucht, in diesem Text mit Vornamen genannt werden.
Eigentlich sollte es im Interview mit ihr darum gehen, wie man als gläubiger Mensch anderen den Glauben erklärt, so wie Jesus den Emmausjüngern erklärt, dass er auferstanden ist. Die beiden sind schockiert über seinen Tod und gehen von Jerusalem, dem Ort seiner Kreuzigung, weg. Auf dem Weg gesellt Jesus sich zu ihnen. Aber trotz seiner kundigen Worte verstehen sie ihn nicht.
Dorothea liebt diese Geschichte; sie erinnert sie daran, wie sie selbst mit Jesus in Kontakt gekommen ist. Erklärungen und Glaubenswissen waren dabei nützlich, haben sie aber irgendwann nicht mehr weitergeführt. Stattdessen war es das Mitleben mit anderen Menschen, durch das sie etwas vom Glauben an Gott begriff. So wie vor Jahrzehnten bei einem Freiwilligeneinsatz, einer Mission auf Zeit in Kirgisistan.
Es ist ein Geben und ein Nehmen
„Ich habe Menschen getroffen, die hatten nichts, die waren arm bis aufs Hemd und haben........
